Mammographie-Screening

Geschrieben von schamanca.

Ich habe ein paar Informationen zum Thema gesammelt um den Hintergrund etwas aufzuhellen. In keinem Fall möchte ich Brustkrebs, die Risiken, die medizinische Versorgung herunterspielen!


In Deutschland erkranken jährlich ca. 46.000 Frauen an Brustkrebs, hier schwanken die Zahlen bis zu 56.000.
Das ist ca. 10% der Gesamtzahl von Frauen in Deutschland. Es beginnt meist im 40 Lebensjahr und der Ausbruch der Erkrankung erfolgt meist ab 60. Lebensjahr. 10% ist eine Dimension, die von den Ärzten groß geredet wird. Doch man könnte auch sagen, von 1000 Frauen erkranken 100 in ihrem Leben an Brustkrebs. Dieser Zahlenvergleich klingt doch weitaus freundlicher. 900 Frauen erkranken dann nämlich nicht an Brustkrebs. Für das flächendeckende Angebot für Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren zum kostenlosen Mammographie-Screening wird heftig geworben. Warum dann nicht im Zuge der Früherkennung schon ab 40?

Die Herausgabe der Daten und Adressen durch die Gemeinden von Frauen an Ärzte und Einrichtungen, die "eingeladen" werden ist ein Witz. Da wird Landauf-Landab Datenschutz reklamiert und dann wird so mit meinen Daten umgegangen? Gibt es eigentlich ein Zentralregister in dem eingetragen wird, ob eine hingeht oder nicht? Tut eine Frau das nicht, wird es Sanktionen geben, wie z.B. Zahnarzt Bonus? Wie verhält es sich z.B. mit der Impfung von jungen Mädchen gegen Papilloma-Viren. Selbst schuld wenn ungeimpft? Der Pap-Abstiches wurde als Prävention und bestes Mittel der schnellen Erkennung aus dem Leistungskatalog entfernt und das durchimpfen aller 12- bis 17-jährige Mädchen dafür eingerichtet.

Dieses System ist krank und versucht Angst zu schüren anstatt vorzubeugen und aufzuklären. Die Selbstuntersuchung der Brust wird als wirkungslos abgetan und Frauen damit entmutigt, sich mit ihrem Körper zu selbst auseinander zu setzen und ihn kennen zu lernen. Stattdessen soll er von der Wiege bis zur Bahre den Medizinern und Experten überlassen werden. Bei eingetretener Krankheit wird dann gerne wieder auf den Weg der kostenlosen Selbsthilfeorganisationen (meist von Frauen) verwiesen.

Aber so sind Sie eben, die Ärzte. Ängste werden geschürt und Patientinnen zur teuren Vorsorgeuntersuchung geschickt. Das Makabere an der Mammographie ist, dass mit den herkömmlichen Röntgenapparaten nur etwa die Hälfte aller Erkrankungen bisher entdeckt wird. Da kann sich ändern, sobald nicht mehr analog, sondern digital aufgezeichnet wird. Trotzdem, weitaus zuverlässiger ist die Kernspintomographie, auch als Magnetresonanztomographie (MRT) bezeichnet. Die kostet aber 600 Euro, statt der "billigen" Röntgen-Mammographie, die mit 65 Euro zu Buche schlägt. Da Krankenkassen die Kosten für eine MRT-Vorsorgeuntersuchung in naher Zukunft wohl kaum übernehmen werden, könnte schon bald ein grauer Markt für solche Untersuchungen entstehen. Frauen, die mit modernsten Methoden untersucht werden wollen, müssten dafür dann selbst bezahlen: So oder so ein einträgliches Geschäft für die Hersteller von MRT-Geräten und Ärzten, die eine Brustkrebsvorsorge für Selbstzahler anbieten.

Wie sinnvoll sind die anderen angebotenen Leistungen? Solange Ärzte daran verdienen werden, sind diese wohl alle von Nutzen. Wenn nicht für den Patienten, so doch zumindest für die Ärzte.

Bei meiner Recherche im Netz fand ich überwiegend in den Suchmaschinen als erstplatzierte Seiten von Ärzten, Versicherungen sowie Statemens von irgendwelchen Instituten über Frauen und Brustkrebs.

Einige möchte ich hier verlinken, denn je mehr Informationen desto besser:

zum Thema Brustkrebs

- Brusttumornachrichten - Frauenärzte im Netz - Frauenärzte im Netz zum Thema Mammographie - Robert Koch Institut

Interessant fand ich den Hinweis bei der Häufigkeit der Erkrankungen, dass Brustkrebs in Afrika oder Asien wesentlich seltener als in Europa oder den USA auftritt und das Migrantinnen aus diesen Ländern die hier leben meist innerhalb 1-2 Generationen ebenfalls so häufig betroffen sind. Es können also nicht immer die Gene sein, obwohl doch die Entdeckung der Brustkrebs Gene gefeiert wurde. Unterschiede gibt es aber auch innerhalb Europas, z. B. mit mehr Brustkrebstodesfällen in Südostengland als in Deutschland und weniger in Kalabrien (Italien).

Daraus ergibt sich die Frage, wodurch ensteht Brustkrebs in den westlichen Ländern (einschl. USA und Kanada) weit häufiger als in anderen Ländern. Ich habe nicht entdecken können, dass sich Forscher dafür interessieren. Was schützt afrikanische und asiatische Frauen vor Brustkrebs?

Mein persönliches Fazit: Ich nehme meinen Körper ernst, ich lerne ihn kennen. Ich mache mich für mich zur Expertin. Ich verbünde mich mit Frauen, die ebenfalls diesen Weg gehen.

Frauenselbsthilfe - Googlesuche: Selbsthilfe von Frauen bei Brustkrebs