Für etwas mehr Balance - Wechseljahre - hilfreich die Yamswurzel

Geschrieben von La Loba.

Über das Thema Wechseljahre und  "Hormon-Ersatz-Therapie" (HET) habe ich schon verschiedentlich Informationen zusammengetragen - hier bei den Schwarzmondfrauen (Archiv), auf meiner HomePage und auch in verschiedenen Foren.
Immer wieder kommen Fragen: "Wie schaffe ich einen Ausgleich, die Balance zwischen diesen aus dem Rhythmus geratenen körperlichen Befindlichkeiten".

Mir haben da wahrscheinlich auch sehr gut Soja-Erzeugnisse geholfen, die ich wegen einer Ernährungsumstellung just zu dieser kritischen Zeit bevorzugt verwendete. Bekanntlich beeinflussen Soja-Erzeugnisse mit ihren Inhaltsstoffen den Östrogenspiegel und das Geschehen schon vor und während der Wechseljahre sehr positiv.Doch gibt es in der Pflanzenheilkunde noch so manches andere Kräutlein, welches hier auch eine sehr wohltuende und natürliche Wirkung entfaltet. Dazu zähle ich u. a. die Yamswurzel mit ihrem natürlichen Gehalt an Diosgenin.

Gesundheitliches Gleichgewicht beruht auf vielen Faktoren. Einer der wichtigsten ist ein ausgewogener Stoffwechsel. Voraussetzung dafür ist, dass der Körper über hinreichend Substanzen verfügt, die einen Stoffwechsel überhaupt erst möglich machen. In diesem Zusammenhang erscheint der Wirkstoff Diosgenin von grosser Bedeutung. Das in der Yamswurzel vorkommende Diosgenin ist von Wirkung und Aufbau dem Gestagen Progesteron sehr ähnlich. Dazu habe ich ein wunderbares Zitat gefunden auf

http://www.grenzenlos.net/archiv_new/arc_ges_yams.htm :

"Ein primäres Naturgesetz ist die Dualität, die bei den Gestagenen mit "Partialwirkung" umschrieben wird. Damit ist gemeint, dass diese Gestagene sowohl die Hormonproduktion fördern aber auch hemmen können, indem sie direkten Einfluss auf die Hormonbildenden Organe nehmen. Gestagene sind also auf kosmischen Gesetzen beruhende Regulative, die zu einem gesundheitlichen Gleichgewicht führen, sofern sie genügend Grundstoffe haben, wozu auch in besonderem Maß das yamseigene Diosgenin zählt."

In meiner Eigenschaft als früheres Vorstandsmitglied habe ich immer noch einen guten Draht zur Redaktion der U & G (Umwelt & Gesundheit), dem Mitgliedsorgan des AVE (Allergie Verein in Europa e.V.).und in dieser Zeitschrift gibt es die Rubrik "Heilpflanzen", die ich immer wieder gerne lese.

Gestern abend habe ich mir diese Lektüre mal wieder gegönnt und siehe, da fand ich den Artikel, der genau zum Thema passte. Der AVE sieht sich als Mittler zwischen den notwendigen Anwendungen schulmedizinischer Therapiemassnahmen, den Erkenntnissen der Klinischen Ökologie und den traditionsreichen Naturheilverfahren, wie sie in der zunehmend belasteten Umwelt erforderlich werden. Ein Anruf beim Redakteur und 15 Minuten später war die Online-Fassung des Artikels in meinem E-Mail-Fach.Ich habe die Erlaubnis, den Original-Artikel hier bei Schwarzmondfrauen.de zu veröffentlichen.

Wer dazu Stellung nehmen möchte, kann das gerne wie bisher hier bei den Schwarzmondfrauen im Forum machen. Hier geht’s zum entsprechenden Thread : http://www.schwarzmondfrauen.de/forum/index.php?topic=185.0.

Ein Kontakt zum AVE (die freuen sich auch immer
über Mails und Leserbriefe) ist eine weitere Möglichkeit:

AVE-Geschäftsstelle

Allergie-Verein in Europa e.V.
Petersgasse 27
D-36027 Fulda

ein Forum gibt es auf http://www.allergieverein-europa.de/,

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Und hier ist nun der Artikel aus der U & G, Nr. 4 /2005, 16. Jahrgang, ISSN 0945-7526, S. 153,154, Rubrik: Heilpflanzen: Die wilde Yam

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Die wilde Yam (Dioscorea villosa)dioscorea_villosa.gif

 

wurde zu Ehren des griechischen Arztes Dioskurides, der im 1. Jahrhundert nach Christus lebte, mit botanischem Namen benannt. Das Wort „Yam" ist volkssprachig und entstammt einem westafrikanischen Dialekt, es kann mit „Essen" übersetzt werden.

Die Entdeckung der Hormone in Pflanzen, verbunden mit dem Wissen sie zu isolieren, veränderte eine ganze Gesellschaft.

 

 

Historie

Die Hormone in Pflanzen wurden relativ spät entdeckt. Erst 1934, ließ sich das Kortison isolieren. Daraufhin wurden die Pflanzen nach Saponinen untersucht. Es wurde nach einer billigeren Möglichkeit gesucht, Hormone und andere Substanzen herstellen zu können.

Aus der Yamswurzel gewinnt man das Diosgenin, von dem Anfang der 40er Jahre erst einige Kilo produziert werden konnten. Damals kostete das Kilo dieser Substanz 80.000 Dollar. Mexiko ist heute das Hauptanbaugebiet der Yamswurzel. Aus ihr werden Steroidhormone zur Herstellung der Anti-Baby-Pille gewonnen. Aber auch bei hormonell bedingten Leiden des Menschen, vor allem bei Frauen, gewinnt die Yamswurzel als natürliche Hormonbehandlung zunehmend an Bedeutung. Zahlreiche pharmazeutische Produkte sind derzeit im Handel. Es werden dabei getrocknete und pulverisierte Yamswurzeln, Extrakte, Cremes und Kombinationspräparate mit Hopfen, Nachtkerzenöl und Borretsch angeboten. Besonders betonen die Hersteller der Cremes, die hervorragende Aufnahme des Hormonprodukts über die Haut. Die Creme sollte am besten in Hautpartien einmassiert werden, wo die Haut dünner ist, wie im Gesicht und in den Achselhöhlen, zur Behandlung von schleichender Osteoporose.

Botanik

Die Wilde Yam ist eine getrennt geschlechtliche Staude mit herzförmigen, (7-)9-11-nervigen Blättern mit einer unterseitigen Behaarung. Rund 800 Arten bilden diese große Gattung tropischer und subtropischer Kletterer zur Familie der Schmerwurzgewächse gehörig. Beheimatet ist sie vorwiegend in Asien, Afrika und Amerika, aber auch an Randgebieten von Saar und Mosel kommt sie vor. Ihre verzweigten Blütenstände erscheinen mit kleinen, sitzenden, grünlichen und sechszähligen Blütenblättchen. Aus den Blüten entwickeln sich dreifächrig Samenfrüchte in Kapseln. Die Aussaat ist im Frühjahr. Die wilde Yam ist in milden Regionen Mitteleuropas winterhart und benötigt einen nährstoffreichen, feuchten Boden an einem sonnigen Platz zum Gedeihen. Die Erntezeit ist im Herbst nach der Blütezeit. Zu einer besonders winterharten Art gehört die kommerziell angebaute D. opposita, sie wird im nördlichen China und in Japan kultiviert.yamswurzel.gif

 

Der Wurzelstock ist je nach Art unterschiedlich, knollenförmig oder länglich, so bei der Wilden Yams länglich mit etwa 5 bis 15 Millimeter Dicke.

Ein Teeaufguss-Getränk aus Yamsblätter, gilt in Indien traditionell als aphrodisisch wirkend.

Die Kraft spendenden Wurzeln der essbaren Yam-Arten sind in Afrika ein wichtiges Nahrungsmittel. Haupterzeugerland ist Nigeria, sie werden als Feldfrüchte kultiviert. Die Knollen wiegen bei einigen Arten bis 20 Kilogramm schwer, auf 50 Kilogramm Gewicht bringt es die Art D. alata. Die stärkereichen, essbaren Arten werden in warmen Regionen der USA angebaut und traditionell wie Kartoffeln variationsreich zubereitet. Ein Muss bei der Zubereitung der Yam ist jedoch, ein 20-minütiges Kochen, roh ist sie ungenießbar, wegen des darin enthaltenen Alkoloids Dioscorin. Durch das Kochen wird die Yam für den Menschen genießbar.

Für die pharmazeutische Industrie werden heute Sorten mit einem hohen Diosgenin-Gehalt bevorzugt und dient als Ausgangsprodukt für die Herstellung von Hormonen, etwa für Verhütungsmittel. Diosgenin, wird auch als „Anti-Aging"-Medikament produziert, weitere Steroid-Verbindungen werden als Nebennierenhormone synthetisiert.

In Deutschland sind Produkte aus Yamwurzel als Nahrungsergänzung und homöopathisches Arzneimittel zugelassen. Doch wegen der Wirkung auf den Hormonhaushalt, sollte sie während der Schwangerschaft gemieden werden.

Inhaltsstoffe

Getrocknete Yamswurzel:
Steroidsaponine, (Dioscin), Pyridinalkaloide (Dioscorin) und Stärke (80 %)Yamswurzeln enthalten 2% bis maximal 10 % Diosgenin, Extrakte bis 16 %.

Medizinische Verwendung

Die Yamswurzel unterstützt ohne Nebenwirkungen die Hormontätigkeit mit pflanzlichem Diosgenin, einen Grundstoff, den der Körper braucht, für die eigene Produktion von Hormonen und wirkt auf den periodischen Hormonwechsel im Körper der Frau harmonisierend ein. Die Yam macht außerdem gute Laune und wirkt bei Depressionen, deren Ursache hormonelle Störungen sind.

Aus dem reichen Erfahrungsschatz der Volksmedizin und mit allen Kulturkreisen übereinstimmend, ist uns überliefert, dass die Yamswurzel eine ausgleichende und anregende Wirkung hat mit gefäßerweiternden, entzündungshemmenden (kortisonähnlich) und krampflösenden Wirkeigenschaften.

Yamswurzeln wurden abgekocht und als Tee getrunken bei Menstruations- und Geburtsschmerzen, Asthma, Bronchitis, Keuchhusten, Magenschleim- hautentzündung und Gallenblasenleiden.
Gegen Entzündungen und Krampf, speziell an den weiblichen Geschlechts- organen, Muskelschmerzen, Wechseljahrsbeschwerden, Hitzeschübe, Ver- stopfung, Koliken, Gicht und Knochenschwund.

Wissenschaftlich ist belegt, nach 20-jährigen Studien an Universitäten in den USA und in Österreich, dass mit dem Einsatz von pflanzlichem Diosgenin bei der Behandlung von Osteoporose große Heilerfolge erzielt wurden. Mit der die Stimmung aufhellende Wilden Yam schenkt uns die Natur eine Helferin durch schwierige Lebensphasen.

Ihre
Sonja-Maria Czérkus-Yavuz
Fulda/Tann

Abbildungen:www.msstate.edu, www.naturepower.ch