Mythos Wechseljahre oder von der Krankheit eine Frau zu sein.

Geschrieben von LaLeona.

Die Wechseljahre als Chance für die Frauen. Betrachtet aus einem anderen Blickwinkel.

Irgendwann zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr bemerken Frauen, daß sich in ihrem Körper Veränderungen abspielen.

 

Der Beginn der Wechseljahre ist so unterschiedlich wie die Lebensverhältnisse der Frauen. Es ist von familiären Bedingungen, von Krankheiten von Umweltbedingungen usw. abhängig.

Das gilt auch für den Umgang mit den großen Veränderungen. So wie unsere Großmütter, Mütter und die Gesellschaft in der wir leben, mit dem Frau sein umgehen, so werden Frauen mit  den Veränderungen umgehen.

Es fängt schon damit an wenn kleine Mädchen mitbekommen daß um die monatliche Blutung ein großes Geheimnis gemacht wird. Die Großmutter, Mutter, die Tante oder die große Schwester war "unpässlich" oder "krank". Fragte ein kleines Mädchen nach, hieß es bei Mädchen oft, warte nur bis du groß bist, dann hast du auch so etwas. Kleinen Jungen wurde gesagt, so etwas fragt man nicht.  Dann ist es doch kein Wunder wenn Angst entsteht.

Eines schönen Tages hat das Mädchen die erst Monatsblutung, und oh Schreck, alles kommt wieder hoch. Jedes unbedachte und Angst machende Wort fällt ihnen wieder ein.

Spätestens jetzt sollten die Mädchen über ihren Körper und die Funktionen aufgeklärt werden. Und zwar sehr sachlich und sehr liebevoll. Außerdem nicht alles auf einmal, sondern immer Stückweise, und immer wieder.

Eine Frau kann ihren Körper nur mögen, wenn sie sich auch mag.

Der Beginn der Wechseljahre ist ebenso normal wie der Beginn der Pubertät. Wechseljahre sind ein langer Prozess und wir Frauen haben Zeit uns den Veränderungen zu stellen, sie anzunehmen und zu leben.

Die Haut wird allmählich trockener; wer vorher eine eher fettige Haut hatte wird das begrüßen. Die anderen Frauen werden mehr Öl verwenden. Viele Frauen nehmen etwas an Gewicht zu; es hilft schon die Ernährung umzustellen. Also viel Gemüse, Obst, Kartoffeln und Nudeln, wenig Fett und Zucker. Auf Genuss verzichten muss deshalb niemand. Viel später werden auch die Schleimhäute etwas trockener. Durch die Veränderungen im Hormonhaushalt kommt es manchmal zu Schlafstörungen, Hitzewallungen und Unruhe. Das ist aber keine Krankheit, und sich einreden zu lassen das wäre alles Krankhaft und Frauen sollten nur Hormone nehmen, damit sind auch die Kräuter und Soja gemeint, und schon sind sie wieder gesund.

Bevor eine Frau diese so wichtigen Veränderungen weg schiebt, sollte sie sich Zeit lassen, mit anderen Frauen sprechen, sich Literatur beschaffen, bei anderen Kulturen nachgucken und vor allem nachdenken.

Was ist es, das mir so zu schaffen macht? Sind es wirklich die Schlafstörungen oder bin ich unzufrieden mit meiner Lebenssituation? Sind die die Hitzewallungen so furchtbar oder ist es mir außerordentlich peinlich, plötzlich rot anzulaufen und zu schwitzen wenn ich im Büro sitze oder unterwegs bin? Bin ich unruhig weil die Hormone Achterbahn fahren oder weil ich eigentlich etwas ganz anderes tun will?

Oft helfen schon kleine Veränderungen; Sport treiben, mit dem Rauchen aufhören, Entspannungstechniken lernen ( Autogenes Training, Joga, Thai Chi, Meditation); gesunde Ernährung mit wenig Fleisch.

Je selbstbewusster eine Frau mit den Veränderungen umgeht, umso leichter ist es für sie und die Mitmenschen. Die Wechseljahre der bieten den Frauen  eine große Chance. Wir Frauen stehen doch mitten im Leben, haben einen Beruf, evtl. Kinder und manchmal schon Enkel und haben etwas mitzuteilen.

Wenn in uns kein Leben mehr wachsen kann, lassen wir Ideen wachsen, die Pflanzen im Garten und auf dem Balkon, und unsere Träume bis sie Gestalt annehmen.

Das Leben ist eine Reise mit vielen Stationen und Veränderungen gehören dazu.

LaLeona, die Schwarzmondlöwin