100 Jahre Weltfrauentag am 8.3.2008

Geschrieben von LaLeona.

Am 8. März 2008 wird der Frauentag 100 Jahre alt.

Die historischen Wurzeln des Weltfrauentages gehen wohl auf die Proteste von Frauen aus NewYork zurück, die am 8.3.1857 gegen die unmenschlichen Arbeitsbedingungen, für kürzere Arbeitszeiten und höhere Löhne auf die Straße gingen.

Am 8.3.1908 protestierten wieder Frauen für kürzere Arbeitszeiten, höhere Löhne und das Frauenwahlrecht.


Viele interessante Informationen gibt es auch auf folgenden Seiten:


Internationaler Frauentag
Menschenrechte
Feminismus
wikipedia zu Frauenrechte
www.europa.eu
frauenrechte.de

Frauenrechte in Deutschland:

es gibt seit der Gründung der Bundesrepublik die Gleichberechtigung. Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist im Grundgesetz verankert. Für dieses Recht haben Frauen, die den Krieg erlebten, die Gewalt und das Unrecht, gekämpft.

Bis 1977 mussten Frauen ihre Ehemänner um Erlaubnis fragen, stand bis dahin so im Bürgerlichen Gesetzbuch, wenn sie berufstätig sein wollten.

Erst mit dem Gleichberechtigungsgesetz, das am 1.1.1958 in Kraft getreten ist, durfte der Mann nicht mehr die letzte Entscheidung in allen Eheangelegenheiten treffen; die Zugewinngemeinschaft wurde gesetzlicher Güterstand. Frauen konnten ihr Vermögen endlich allein verwalten; bis dahin konnte der Mann dieses allein, verfügte über die Zinsen aus dem Vermögen und auch über das Gehalt der Ehefrau.

Frauenrechte in der Welt:

Erst 1979 wurde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen ein "Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form der Diskriminierung" getroffen. Die Frauen sollten nicht nur juristisch, sondern tatsächlich gleichberechtigt sein.

Die Liste der Diskriminierungen von Frauen ist lang:

Kein Zugang zu Bildung und Ausbildung, kein gleicher Lohn für die gleiche Arbeit, und damit Altersarmut, keine Absicherung von Frauen die nicht berufstätig sind, sondern Kinder  erziehen und/oder Angehörige pflegen, ohne Chancengleichheit berufstätiger Frauen mit Kindern, gleichgültig ob allein erziehende Frau oder Ehefrau,  Zwangsehen - Zwangsprostitution - Vergewaltigungen in Kriegen, auch als Mittel der Kriegsführung - sogenannte Ehrenmorde -  keine Gleichheit vor dem Gesetz; bei Frauen wird oft heimtückisches Verhalten unterstellt, ganz anders  bei Männern.  Totschlag im Affekt wird geringer bestraft. Tötet eine Frau ihren Peiniger wenn er schläft oder betrunken ist, gilt das als vorsätzliche Tat. Dabei wird von Richtern gern übersehen, daß sich diese Fraue in einer besonderen Notlage befindet. Sie handelt dann sehr wohl im Affekt.  Beschneidungen von Mädchen - keine Gleichberechtigung - usw.

Frauen und Mädchen werden noch heute in vielen Ländern diese und andere elementare Menschenrechte verweigert.

Selbst nach 100 Jahren liegt noch viel Arbeit und Wachsamkeit vor uns. Es ist eine Illusion zu glauben, bei uns ist alles in Ordnung. Die Gleichheit vor dem Gesetz ist keine Garantie dafür, daß eine Gleichberechtigung von uns Frauen gelebt werden kann.

Die Gleichberechtigung, gleicher Lohn für gleiche Arbeit und jede andere Form der Diskriminierung, muss von Frauen jeder Generation gesehen und bekämpft werden. Jede Frau und jedes Mädchen mit seinen Möglichkeiten.

Ganz wichtig ist es, Netzwerke zu schaffen und die Solidarität der anderen Frauen einzufordern.

Gemeinsam können wir Frauen so viel bewegen.

Wie das Wasser einen Felsen zu einem Sandkorn werden läßt, werden wir Frauen niemals aufhören uns einzumischen und zu streiten.

LaLeona.