Was ist Ayurveda?

Geschrieben von La Loba.

Was ist Ayurveda?

aktualisiert: 28.04.2013

Dazu Hinweis aufs Forum aktuell  "Mit Ayurveda in den Frühling"

aktualisiert: 6.07.2005
Es lohnt sich also, ab und zu mal nachzuschauen.

Ayur Veda

- ist die Wissenschaft vom Leben.

Der Ayurveda ist die in der Praxis über Jahrtausende erprobte Heilkunst des alten Indiens, die gegenwärtig über verschiedene Richtungen, z. B.

Mahindri oder Maharishi und diverse andere eine weltweite Verbreitung erfährt. Der breitgefächerte Einsatz der 20 klassischen Heilmethoden des Ayurveda dient der Wiederherstellung der Gesundheit genauso wie der umfassenden Vorbeugung von Krankheiten. Das Ziel des Ayurveda ist ein langes und gesundes Leben - und letztendlich die Selbstfindung des Menschen.

Die Ursprünge des Ayurveda lassen sich ca. 5000 Jahre zurückverfolgen.
Im Laufe seiner Geschichte hatte der Ayurveda nicht nur großen Einfluß auf das medizinische Denken im asiatischen Raum. Von Hippokrates, dem bedeutendsten Vertreter der alten griechischen Heilkunde, wird überliefert, dass er in enger Anlehnung an das Wissens- und Lehrsystem des Ayurveda behandelte. Sein Einfluss reicht weit über die Grenzen Griechenlands hinaus und hat das medizinische Denken des Abendlandes bis in die jüngste Gegenwart beeinflusst. So enthält der von ihm formulierte "hippokratische Eid" die sittlichen Leitgedanken reinen Arzttums, zu denen sich auch der Arzt unserer modernen Medizin bekennt. Bedeutende Auswirkungen hatte der Ayurveda unter anderem auch auf die Medizin des alten Ägypten und er bildete die Grundlage für die bis heute ausgeübte traditionelle chinesische Medizin.
Das Wissen dieser uralten Ganzheitsmedizin wurde anfangs nur mündlich weitergegeben; die ersten schriftlichen Aufzeichnungen sind ungefähr 2500 - 3000 Jahre alt.

Diese klassischen Schriften stammen von den beiden Autoren Maharishi Charaka, dem Begründer der Inneren Medizin des alten Indiens, sowie von Maharishi Sushruta, der mehr chirurgisch ausgerichtet war.
Daneben bestanden schon damals eigenständige Fachzweige wie:

  • - Kinder- und Frauenheilkunde,
  • - Psychiatrie,
  • - Toxikologie,
  • - Rasayanas: Nahrungsmittelzusätze, welche den Körper widerstandsfähiger gegen die Einflüsse des Alterns machen.


Jahrtausendelang war der Ayurveda die einzige medizinische Tradition Indiens und auch heute noch werden dort ca. 80 % der Bevölkerung mit ayurvedischen Methoden behandelt.
Immer wieder gab es Zeiten der Stagnation dieses Wissens, vor allem während der Besatzung durch Muslims und Engländer. Immer aber setzte sich dieses ganzheitliche Gesundheitssystem wieder durch und erlebte neue Blütezeiten.

Sushruta schrieb (um 1500 vor Christus):
"Ein Mensch wird gesund genannt, dessen Physiologie im Gleichgewicht ist, dessen Verdauung und Stoffwechsel gut arbeiten, dessen Gewebe- und Ausscheidungsfunktionen normal sind und dessen Seele, Geist und Sinne sich im Zustand dauerhaften inneren Glücks befinden."
Zeitenüberdauernder und top-aktueller Ayurveda: Vorstehendes erinnert doch direkt an die Gesundheits-Definition der WHO.

Gegenwärtig erweckt der Ayurveda überall auf der Welt steigendes Interesse. Der Maharishi Ayurveda entstand aus der Zusammenarbeit führender Ayurveda-Kapazitäten Indiens und westlicher Mediziner, die die ursprüngliche Potenz des Ayurveda wiederbelebten, und die wichtigsten therapeutischen Richtungen zu einer sinnvollen Ganzheit vereinten.
In nahezu allen westlichen Ländern der Erde sind in den letzten Jahren Gesundheitszentren unter medizinischer Leitung eröffnet worden, die den Heilung Suchenden praktische und theoretische Hilfe mit dem breitgefächerten Ansatz des Ayurveda anbieten.
Die tatsächliche Wirksamkeit der überlieferten Verfahren wird durch wissenschaftlich kontrollierte Studien überprüft, die experimentellen Ergebnisse durch eine weltweite Ärztevereinigung verfügbar gemacht, um ein rasches und solides Wachstum dieses Gesundheitssystems zu gewährleisten.

Ayurveda ist ein Sanskrit-Wort "Ayuh" bedeutet Leben, während "Veda" für das ganzheitliche Wissen steht, das, seit Jahrtausenden überliefert, sich mit dem Ursprung und der Entwicklung des Menschen und des Universums befasst. Wörtlich übersetzt heisst Aruveda soviel wie "Die Wissenschaft vom Leben". Und tatsächlich geht es um ein breit angelegtes Vorsorgeprogramm, um Gesundheitsstörungen zu vermeiden und darüberhinaus den physiologischen Alterungsvorgang zu verlangsamen.
Als Basis jeder Therapie arbeitet der Ayurveda mit den drei Doshas. Diese sind die drei grundlegenden Funktionsprinzipien, körperlich-geistige Wirkprinzipien, die die gesamten körperlichen und seelischen Vorgänge im Menschen regeln, ebenso den gesamten Kosmos durchdringen und sich ausdrücken in biologischen Tagesrhythmen, Nahrungsmitteln, Heilkräutern, dem Einfluss der Jahreszeiten:

  • Vata - das Bewegungsprinzip
  • Pitta - das Hitze- und Stoffwechselprinzip, und
  • Kapha - das Prinzip der Struktur- und Festigkeit.


Dazu aus der Charaka-Samhita - dem Urtext des Ayur-Veda:
Über die Beziehung zwischen Geschmack und Doshas:
Die Wirkungen von Rasa (Geschmacksrichtungen, Dravya (Substanzen), Doshas (Wirkprinzipien) und Vikara (Krankheiten)
Es gibt sechs Rasas: süss, sauer, salzig, scharf, bitter und herb. Richtig angewandt, erhalten sie den Körper, andernfalls beeinträchtigen sie die Doshas.
Es gibt drei Doshas: Vata, Pitta und Kapha. Im Normalzustand sind sie dem Körper nützlich, im gestörten Zustand hingegen verursachen sie verschiedene Krankheiten. Drei Geschmacksrichtungen erhöhen ein Dosha, die anderen drei besänftigen es. Scharf, bitter und herb erhöhen Vata; süss, sauer und salzig besänftigen es jedoch. Scharf, sauer und salzig erhöhen Pitta, indes süss, bitter und herb es beruhigen. Süsse, saure und salzige Geschmacksrichtungen erhöhen Kapha; scharfe, bittere und herbe besänftigen es.
Wenn Rasas (Geschmacksrichtungen) und Doshas (Wirkprinzipien zusammentreffen, erhöhen die Rasas bei regelmässigem Gebrauch die Doshas, deren Eigenschaften den ihren am meisten gleichen, und beruhigen die Doshas, deren Eigenschaften ihnen am meisten entgegengesetzt sind - Charaka I, 4 - 7.

Sehr gut dazu auch dieser kurze grafische Überblick zu Ayurveda
Ayurveda - Begriffe - Ernährung

Die drei Doshas:
Unter Doshas versteht der Ayurveda die Prinzipien, welche Körper und Geist harmonisch zusammenspielen lassen. Sie regulieren den gesamten Stoffwechsel und die allgemeinen körperlichen Vorgänge ebenso wie die geistige Verfassung des Menschen. Dass die Doshas in jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt sind, zeigt sich deutlich in den verschiedenen Konstitutionstypen. Reine Vata-, Pitta- oder Kapha-Typen sind jedoch selten.
Der Vata-Typ hat einen leichten Körperbau und zartgliedrige Gelenke. Die Haut ist eher trocken, Appetit und Verdauung sind unregelmässig. Vata-Menschen sind aktiv, ruhelos und haben eine rasche Auffassungsgabe. Der Schlaf ist leicht und kurz. Sie neigen zu Ängstlichkeit, Nervosität und Vergesslichkeit.
Der Pitta-Typ ist von mittlerer Statur, mit weicher Haut und feinem Haar. Er hat einen guten Appetit und ein rasch arbeitendes Verdauungssystem. Sein Intellekt ist klar und er übernimmt gern Führungspositionen. Pitta-Typen sind leicht reizbar und können schnell ungeduldig, eifersüchtig oder aggressiv werden.
Der Kapha-Typ ist eher rundlich, hat kräftiges Haar und leicht fettige Haut. Stoffwechsel und Verdauung sind träge. Der Kapha-Typ ist meist entspannt, hat einen gesunden Schlaf, Durchhaltevermögen und ein ausgezeichnetes Gedächtnis. Er ist tolerant, neigt jedoch zu Trägheit und Bedächtigkeit.
Anschaulich in einer weiteren Grafik: Hier der Sitz der Doshas

Als erster Schritt bei jeder ayurvedischen Therapie bestimmt der Arzt die Konstitution des Patienten, d.h. er untersucht in welcher Ausprägung die drei Doshas vorhanden sind und nimmt durch eine sehr detaillierte Untersuchung eine Typenbestimmung vor.
Dadurch würdigt er den persönlichen Hintergrund, die Eigenart und Einmaligkeit jedes Patienten und kann auf dieser Grundlage eine völlig individuelle Therapie planen, die gerade diese Eigenheiten in gezielter Weise für den Therapieerfolg ausnutzt.
Besonders beachtet werden im Ayurveda die Frühzeichen und Frühstadien von Krankheiten, die oft noch durch einfache Korrekturen der Lebensweise ausgeglichen werden können.
Eine auf den Einzelnen zugeschnittene Beratung gehört zu jeder Diagnosestellung des ayurvedischen Arztes. Dabei werden die Einflüsse von Ernährung, Verhalten, Klima, Stresseinwirkungen und allen anderen Umweltfaktoren mit berücksichtigt.
Bei tieferliegenden Krankheiten wird eine Behandlung so massgeschneidert, dass nicht nur die im Vordergrund stehende Krankheit ausgeheilt, sondern das ursprüngliche geistige und körperliche Gleichgewicht des Patienten wiederhergestellt wird. Ein Patient ist also nicht nur dann gesund, wenn er keine körperlichen Beschwerden hat, sondern wenn er gleichzeitig frohen Mutes an sein Leben herangeht, erfolgreich in seinen Unternehmungen ist und ein nach allen Seiten hin ausgefülltes und dynamisches Leben führen kann.
Im Ayurveda wird demnach eine ganze Palette von Anzeichen für eine vollkommene Gesundheit angestrebt, die Körper, Geist, Umwelt und Verhalten als gleichberechtigte Bereiche menschlichen Daseins betrachtet.


Die therapeutischen Anwendungsgebiete des Ayurveda

Diesem hohen Gesundheitsanspruch steht eine ebenso grosse Bandbreite therapeutischer Ansätze des Ayurveda gegenüber:

  • Ernährungstherapie
    Ernährung wird im Ayurveda als einer der wichtigsten gesund erhaltenden bzw. krank machenden Aktoren erachtet. Dabei gibt es im Ayurveda keine komplizierten Diätpläne oder neue Ernährungsideologien. Vielmehr geht er davon aus, dass der Körper eines jeden Menschen so intelligent ist, dass er genau diejenigen Bedürfnisse nach bestimmten Nahrungsmitteln hervorruft, die er braucht, um sich wohlzufühlen und gesund zu bleiben.
    Funktioniert dieser natürliche Instinkt jedoch nicht mehr in der erforderlichen Weise, wird die individuelle Konstitution des Patienten bestimmt und dann entsprechend die Ernährung zusammengestellt. In der Regel werden diese Ratschläge vom Patienten auch gut umgesetzt werden können, da sie seinen natürlichen Bedürfnissen entsprechen.
  • Empfehlung zum Verhalten
    Grundsätzlich beurteilt der Axurveda jeden Umwelteinfluss systematisch in seiner Wirkung auf die Doshas und damit auf die Konstitution des Menschen. Das gilt besonders für die Ernährung, jedoch auch für die verschiedenen Verhaltensweisen. Dazu gehören die individuelle Lebensweise, berufliche Tätigkeit, Tag- und Nacht-Rhythmus, sportliche Betätigung, Klima und Jahreszeiten usw.
  • Programme zur körperlich-geistigen Vorbeugung
    Während im Westen die Entwicklung der psychosomatischen Medizin als ein entscheidender Durchbruch im Verständnis von Gesundheit und Krankheit gepriesen wird, gilt im Ayurveda schon seit alters her das seelisch-geistige Gleichgewicht als Voraussetzung für eine stabile Gesundheit. Der Ayurveda geht hier sogar noch einen Schritt weiter und spricht davon, dass die gewünschte Balance im Stoffwechsel und geistigen Erleben nur dann von Dauer sein kann, wenn der Patient regelmässig Kontakt mit der Quelle aller Ordnung in sich aufnimmt. Dieser Bereich wird als Transzendenz oder reines Bewusstsein bezeichnet und kann subjektiv als tiefe Stille, Harmonie, Unbegrenztheit und Freude erfahren werden.
    Zu den vorbeugenden Verfahren gehören:
    • Pranayama (Atemübungen zur neurorespiratorischen Integration),
    • Yoga-Asanas (Körperübungen zur neuromuskulären Integration),
    • Meditation, die den Geist die Bereiche innerer Stille erfahren lässt.
  • Nahrungsmittelzusätze
    Die Erhaltung und Verlängerung der Lebensspanne ist ein grosses Anliegen des Ayurveda. Richtige Ernährung, situationsgerechtes Verhalten, Meditation und schliesslich die Reinigungsverfahren sind ein Teil des Weges zu einer Verlangsamung des Alterungsprozesses. Darüber hinaus bietet der Ayurveda Präparate aus Kräutern und Mineralien an, die, speziell zubereitet, den Körper widerstandsfähiger gegen die Einflüsse von Krankheiten und des Alterns machen. Diese Nahrungsmittelzusätze sollen schon in jungen Jahren eingenommen werden. Ziel des Ayurveda wäre es dann im Einzelfall, den Alterungsvorgang weitgehend zu stoppen.
  • Medikamente des Ayurveda
    Ayurvedische Medikamente haben den harten Test der Zeit überstanden. Im Maharishi Ayurveda werden sie entsprechend den alten Familiengeheimnissen hergestellt und zugleich einer Qualitätskontrolle nach westlichem Standard unterzogen.
    Dabei ist ein besonderer Vorteil der ayurvedischen Medikamente, dass sie frei von Nebenwirkungen sind. Aufgrund ihrer besonderen Zusammensetzung und Herstellung sind sie nicht nur gegen den im Vordergrund stehenden Krankheitsprozess gerichtet, sondern wirken insgesamt tonisierend und regulierend auf die Physiologie und den Stoffwechsel.
  • Ayurvedische Reinigungstherapie
    Eine wichtige Rolle sowohl in der Vorbeugung als auch in der Therapie bilden die ayurvedischen Reinigungstherapien, auch Panchakarma-Therapien genannt.
    Immer dann, wenn durch falsche Ernährung und falsches Verhalten, durch die Einflüsse der Jahreszeiten und andere Umweltfaktoren das Ungleichgewicht der Doshas im Körper zunimmt, und es damit zu vermindertem Wohlbefinden kommt, sind die ayurvedischen Reinigungstherapien angezeigt. Sie führen zu einer sanften, jedoch sehr grundlegenden Ausleitung von Unreinheiten aus dem Körper und stellen das verlorengegangene physiologische Gleichgewicht wieder her. Diese Behandlungen werden als durchweg sehr angenehm empfunden und haben zusätzlich einen tieferen beruhigenden und harmonisierenden Einfluss auf den Geist.
    Mit der körperlichen Reinigung geht erfahrungsgemäss auch viel psychischer Ballast verloren, und die feineren emotionalen Qualitäten wie Freude und Herzlichkeit können sich besser entfalten.
    Panchakarma ist bei fast allen chronischen Krankheitsbildern angezeigt. Dazu gehören ein Grossteil der rheumatischen Erkrankungen, Stoffwechselleiden, Störungen und Entzündungen des Verdauungstraktes, einzelne Erkrankungen des Nervensystems, psychosomatische Störungen usw.
    Beim Gesunden führt die Reinigungsbehandlung zu mehr Energie und Vitalität, einer grösseren Lebensfreude, einer Stärkung von Gesundheit und Abwehrkraft und zu einer Verjüngung der gesamten Physiologie.


Erfahrungen mit dem Ayurveda in Deutschland

In der letzten Zeit gibt es eine zunehmende Fülle von Informationen über Ayurveda. Eine ganze Reihe von Deutschen machten sich sogar nach Indien auf, um z.T. mit beeindruckenden Heilerfolgen wieder nach Hause zurückzukehren, bereichert um ein tieferes Verständnis der Zusammenhänge im menschlichen Leben.
Aber auch hier in Deutschland fasst diese alte Volksheilkunde aus dem fernen Indien vermehrt Fuss: In der Nähe von Osnabrück, im Luftkurort Schledehausen, besteht seit 1985 das erste Ayurveda Gesundheitszentrum Deutschlands. Mittlerweile gibt es mehrere dieser Gesundheitszentren und Ayurveda-Praxen.

Anfragen bitte an die Deutsche Gesellschaft für Ayurveda e.V., Chausseestr. 29,  10115 Berlin oder

Tel. 0180 – 501 23 26 (14ct/min aus dem dt. Festnetz)
 oder 06541-5817

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 www.ayurveda.de

Vorstand:
 Dr. med. Ulrich Bauhofer
 Dr. med. Ernst Schrott
 Dr. med. Wolfgang Schachinger

Die dort aufgeführten tätigen westlichen Ärzte verfügen über eine Zusatzausbildung und behandeln mit den klassischen Methoden des Ayurveda sowohl Gesunde als auch Kranke.
Viele Patienten sind so begeistert von diesem neuen-alten Gesundheitsansatz, dass sie in regelmässigen Abständen Gebrauch von der immer weiter aufbauenden Wirkung der ayurvedischen Verfahren machen. Meist stehen im Mittelpunkt einer längeren Behandlung die klassischen Therapien des Panchakarma, wie intensive Ganzkörper-Ölmassagen, Kräuterdampfbehandlungen und -packungen, Darmreinigungen, Entspannungsbäder sowie eine ganze Reihe weiterer harmonisierender und heilender Massnahmen.
Eine intensive Gesundheitsberatung mit vielen Gruppentreffen und Vorträgen rundet die körperliche Reinigung und Revitalisierung ab und führt zu tieferem Verständnis der Zusammenhänge zwischen Ernährung, Stress im Alltag, zwischenmenschlichem Verhalten, Anwendung von verjüngenden und verschönernden Massnahmen und vielem mehr. In einer ruhigen und entspannenden Atmosphäre fällt es leicht, gute Vorsätze für zu Hause zu fassen und um viele neue Tipps bereichert dem Alltag wieder gegenüberzutreten.
Dabei ist der Ayurveda keine "Hau-Ruck-Medizin"; statt dessen übt sich der Patient im langsamen Abbau anstrengenden und schädlichen Verhaltens zugunsten des Aufbaues neuer und gesundheitsfördernder Gewohnheiten.
Aber auch für eine kurze Diagnose und Beratung findet sich Zeit: Hier werden meist individuelle Empfehlungen für die Ernährung und die Gestaltung des Tagesablaufes gegeben, sowie durch die Gabe von ayurvedischen Kräuterpräparaten Heilungen angestrebt.
Die ayurvedischen Heilmittel sind häufig so erfolgreich, dass sich sonst schwer zu beeinflussende und chronische Krankheitsbilder wie Asthma, hoher Blutdruck, Erschöpfungszustände, Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen u.v.a.m. oft in relativ kurzer Zeit zurückbilden. Aus diesem Grund hat auch die grösste private Krankenversicherungsgesellschaft der Niederlande seit 1988 ihren Mitgliedern die volle Übernahme der Kosten für ayurvedische Methoden zugesichert. Erfahrungen deutscher Patienten weisen in die gleiche positive Richtung.
Zitat einer Patientin: "Ich fühle mehr geistige Stabilität, weniger Traurigkeit, der Körper ist kraftvoller, dadurch habe ich mehr Leistungsfähigkeit, Ermüdung setzt später ein als vor der Panchakarma-Behandlung. Druck und Völlegefühl nach dem Essen sind weniger geworden, Intuition, Einklang mit mir selbst und meine Wahrnehmungsfähigkeit sind verbessert. Ausserdem konnte ich feststellen, dass ich nun besser in der Lage bin, auf meine "Innere Stimme" zu hören, das Leben macht einfach mehr Spass, mein positives Lebensgefühl hat sich gesteigert".


Ablauf einer Panchakarma-Behandlung

Die Erstuntersuchung
Grundlage ist eine eingehende ärztliche Untersuchung nach westlichen und ayurvedischen Gesichtspunkten. Der individuelle Konstitutionstyp des Patienten wird festgestellt, ein Therapieplan zur Erholung, Wiederherstellung und zur Erhaltung der Gesundheit wird ausgearbeitet.

Die Vorbehandlung
Eine fein abgestimmte Diät dient zur Mobilisierung physiologischer Unreinheiten in den Geweben. Ein Reinigungsverfahren schließt diese erste Phase der Behandlung ab. Dies führt häufig schon zu einem bemerkenswerten Umschwung im Befinden des Patienten in Richtung vermehrter innerer Klarheit sowie körperlicher und geistiger Leichtigkeit.

Die Hauptbehandlungen
Sie nehmen täglich zwei bis drei Stunden in Anspruch und werden als äußerst angenehm empfunden:

Abhyanga
Ganzkörper-Synchronmassagen mit verschiedenen Ayurvedischen Ölen, die von zwei Therapeuten gleichzeitig ausgeführt werden.

Shirodara
eine spezielle Ölbehandlung des Kopfes mit ungewöhnlich tief-greifender, entspannende Wirkung.

Svedana
Kräuterdampfbäder

Pizzichilli
die "königliche Therapie", eine Behandlung unter dem warmen Ölstrahl,wobei die positiven Wirkungen von Massage-, Entspannungs- und Wärmetherapie vereint zur Geltung kommen.

Vishesh
ebenfalls eine Ganzkörper-Synchronmassage, die mit stärkerem Druck ausgeführt wird und tiefere Gewebeschichten erreicht.

Bastis
Große und kleine Einläufe, die je nach ärztlicher Verordnung reinigende, beruhigende oder nährende Wirkung haben.

Ergänzende Behandlungen
Während die Vorbehandlungen und die Hauptbehandlungen den gesamten Organismus reinigen und vitalisieren, helfen die Ergänzenden Behandlungen spezifische Störungen zu lindern:

Nasya
Nasenbehandlung für die Nasennebenhöhlen mit Massagen im Schulter- und Kopfbereich, Inhalationen unter Verwendung bestimmter ätherischer Öle für die Nase.

Marma
eine sanfte Stimulation von Reflexpunkten der Haut mit Ölen, die laut ayurvedischen Klassikern mit den inneren Organen in Verbindung stehen.

Netra Tarpana
Augenbehandlung mit avurvedischen Ölen und äußerer Anwendung von Heilkräutern.
(wird fortgesetzt)


Fragebogen zum Konstitutionstyp ist hier 
 
Quellen und weiterführende Literatur-Liste ist hier

Ergänzung:
Hier in Deutschland hat sich der Ayurveda auch der Behandlung von "Zappelphilipp-Kindern" angenommen. Hier habe ich dazu einen guten Beitrag verlinkt:
Hyperaktive Kinder aus ayurvedischer Sicht
- von Leela Mata -
http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Ayurveda/HyperaktiveKinder.htm

Für eigene Berichte, Erfahrungen damit und eine Diskussion kommt doch ins Forum.

Dazu aktuell "Mit Ayurveda in den Frühling"